Bätzing-Lichtenthäler/Rösch: Arbeit ist Schlüssel zur sozialen Teilhabe

„Mit unserem jährlich stattfindenden Treffen und dem damit verbundenen Erfahrungsaustausch möchten wir die wertvolle Arbeit der Werkstatträtinnen und Werkstatträte unterstützen, über aktuelle Entwicklungen in der Behindertenpolitik informieren und die Selbstvertretung für Menschen mit Behinderungen stärken“, betonten Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen Matthias Rösch bei der jährlichen Tagung der Werkstatträte, zu der auch in diesem Jahr rund 100 Werkstatträte aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen aus ganz Rheinland-Pfalz in der Opel Arena in Mainz zusammenkamen.

Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern tauschten sie sich über die neuen Regelungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG), Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsleben sowie ein gerechtes Entgeltsystem in Werkstätten aus.

„Werkstätten sind für viele Menschen ein unverzichtbares Angebot. Dort haben Sie eine Beschäftigung, stärken ihr Selbstbewusstsein und haben die Möglichkeit andere Menschen zu treffen. Arbeit ist somit ein wichtiger Aspekt der sozialen Teilhabe. Gleichwohl wollen wir als Landesregierung Menschen mit Behinderungen auch alternative Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der Werkstatt anbieten. In einer Inklusionsfirma oder mit dem ‚Budget für Arbeit‘ auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten dann Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam erfolgreich zusammen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

„Die Werkstatträte sind eine starke Stimme für die Interessen der Werkstattbeschäftigten. Sie bringen sich aktiv bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes ein und sind bei den Verhandlungen zum Landesrahmenvertrag der Eingliederungshilfe beteiligt. Auch bei Prüfungen der Werkstätten sind die Werkstatträte zu beteiligen, schließlich geht es um die Anerkennung der Leistung der Beschäftigten und um ihre Entgelte. Beim Werkstatträtetreffen geht es darum, über die neuen Regelungen zu informieren und Erfahrungen auszutauschen“, erklärte Rösch.

Die Werkstatträte vertreten rund 14.000 Menschen mit Behinderungen, die in 36 Haupt- und rund 55 Zweigwerkstätten beschäftigt sind. In Rheinland-Pfalz nehmen derzeit über 900 Menschen mit Behinderungen die Arbeitsmöglichkeit in einer Inklusionsfirma wahr. Davon gibt es landesweit insgesamt 70. Im Rahmen des „Budgets für Arbeit“ wurde schon über 400 Menschen mit Behinderung eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht. Weitere Informationen zur rheinland-pfälzischen Politik für und mit Menschen mit Behinderungen bietet die Internetseite teilhabe.rlp.de.