Persönliche Budgets

„Selbstbestimmt leben“ ist einer der Leitsätze, an denen sich die Politik für und mit Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz ausrichtet. Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg dahin war das Persönliche Budget „Selbstbestimmen – Hilfe nach Maß“ in Rheinland Pfalz. Das Projekt beruht auf der Überzeugung, dass Menschen mit Behinderungen die besten Experten in eigener Sache sind. Unter Beachtung ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse sollen sie Entscheidungen, die sich auf ihr Leben auswirken, eigenverantwortlich treffen können.

Das Persönliche Budget „Hilfe nach Maß“ wurde 1998 in Rheinland-Pfalz modellhaft eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren Persönliche Budgets gesetzlich noch nicht verankert; Rheinland Pfalz ist neue Wege gegangen und hat eine Vorreiterrolle eingenommen. Erst 2001 wurden mit dem SGB IX die Persönlichen Budgets bundesweit eingeführt. Für alle Beteiligten war die Umsetzung eine große Herausforderung.

Eine besondere Form dieser Persönlichen Budgets ist das sog. „Arbeitgebermodell“. Dabei werden die persönlichen Assistenten direkt von dem Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Persönliche Assistenz bedeutet mehr Selbstbestimmung und damit mehr Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen. Es ermöglicht ihnen ein Leben außerhalb von Einrichtungen im eigenen Zuhause. 

Persönliche Budgets können eine Alternative zur stationären Versorgung bieten. 

Leistungen zur Tagesstruktur und Alltagsgestaltung

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter und der Anteil der über 60-jährigen wächst zunehmend. Dies trifft auch auf den Personenkreis der Menschen mit Behinderungen in wachsendem Maße zu. Jedoch erst in den letzten Jahren ist dieser Personenkreis als größere Gruppe in Erscheinung und somit auch in unser Bewusstsein getreten.

Für die Strukturen der Eingliederungshilfe, insbesondere für die Anbieter und Leistungserbringer und somit auch für die Lebenshilfe, ergeben sich neue Herausforderungen und Aufgaben. Die Aufgabe des MSAGD ist es, Rahmenbedingungen für diesen Bedarf festzulegen.

Fachlich-inhaltlich stellt sich die Frage, was kommt nach dem Besuch der Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder der Tagesförderstätte? Wie kann der Übergang gestaltet werden? Welche Möglichkeiten gibt es?

Das Sozialministerium hat eine Expertise zur Thematik „Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderung“ durch die Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich mbh (FOGS GmbH) erstellen lassen.

Das Ministerium wird unter Einbindung aller maßgeblichen Akteure auf dieser Basis zeitnah über die notwendigen Umsetzungsschritte diskutieren

Downloads

Studie zur Tagesgestaltung und Tagesstruktur älterer Menschen mit Behinderungen

Zielvereinbarung Wohnen (Scan mit Unterschriften)

Weitere Informationen

Unsere Seite rund um das Thema Wohnen:

wohnen-wie-ich-will.rlp.de